3 Ausmistmethoden in 3 Tagen – „Outer Order, Inner Calm“ von Gretchen Rubin

Das letzte Ausmistbuch kommt von Gretchen Rubin und heißt „Outer Order, Inner Calm“. Ich habe schon einige Bücher von ihr gelesen, wobei das bekannteste wohl „The Happiness Project“ ist. Auch ihren Podcast habe ich sehr lange gerne gehört und eigentlich nur damit aufgehört, weil es so viele andere Podcasts in meinem Leben gibt. Ich mag ihre pragmatischen und oft durch wissenschaftliche Recherchen unterstützten Ansichten. Trotzdem haben ihre ganzen Hacks, Tricks und Tipps nie wirklich nachhaltig zu Änderungen in meinem Leben geführt. Irgendwie hat mich die Masse an Informationen immer ein bisschen überfordert und darum habe ich kaum etwas umgesetzt. Ich war gespannt, wie sie ihr neuestes Buch aufgebaut hat.

Die großen Fragen des Ausmistens

Das Buch war mir sofort sympathisch, als ich gelesen habe, dass Frau Rubin es total in Ordnung findet, wenn man etwas benutzt, dass man nicht liebt oder etwas nur alle fünf Jahre braucht. Ein Ja auf eine der folgenden drei großen Fragen des Ausmistens reicht, um das Behalten eines Gegenstandes zu rechtfertigen:

  • Brauche ich es?
  • Liebe ich es?
  • Benutze ich es?

Bei jedem Ding, dass diesen Test besteht, soll man sich noch eine zusätzliche Frage stellen:

  • Wo gehört es hin?

Gretchen Rubins Tipps zum Ausmisten

Folgende Tipps konnte ich beim Lesen des Buches identifizieren:

  1. Jeder Gegenstand soll ein genau definiertes Zuhause habe. Diesen Tipp finde ich so wichtig, denn das macht sowohl das Aufräumen als auch das Finden viel leichter.
  2. Der nächste Tipp ist, sich genau zu überlegen, wo die Dinge hinkommen können. Wer nimmt Spenden an? Wo kann ich Sondermüll entsorgen? Auf welchen Plattformen möchte ich Dinge verkaufen?
  3. Man soll sich ein System überlegen, die ausgemisteten Dinge regelmäßig außer Haus zu schaffen.
  4. Frage dich „Brauche ich mehr als eines?“.
  5. Erinnerungsstücke sollten möglichst klein sein und übersichtlich aufbewahrt werden.
  6. Werde Dinge los, die mittlerweile durch neue Technologien ersetzt worden sind, wie beispielsweise Taschenrechner, Wörterbücher oder CDs.
  7. Strebe nicht danach Minimalist zu werden. Entsorge alles, was für dich überflüssig ist, egal wie viel am Ende übrig beliebt. 
  8. Mache Fotos von bestimmten Bereichen in deinem Haus und spüre was das Ansehen der Fotos mit dir macht. Das objektive Auge der Kamera kann helfen zu entscheiden, was man loswerden möchte.
  9. Sammle Dinge in einer Box und bringe sie in einen ordentlich Raum. Außerhalb des normalen Kontexts kann es viel leichter fallen zu entscheiden, was mit den Dingen passieren soll.
  10. Wenn du dich das dritte Mal fragst, ob du etwas aussortieren solltest, ist auf jeden Fall die Zeit gekommen es wegzugeben.
  11. Brich Projekte ab, die schon ewig herumliegen, wie zum Beispiel den Schal, den du vor einem halben Jahr begonnen hast zu stricken.
  12. Stell dir vor, deine Verwandten müssen irgendwann in der Zukunft deine Wohnung räumen. Welche Dinge könnten sie wollen und welche würden sie wohl wegschmeißen?
  13. Gehe durch deine Wohnung und frage dich, welche Dinge du bei einem bevorstehenden Umzug mitnehmen würdest.

Nachdem ich über einige der Tipps nachgedacht habe, habe ich den Plan gefasst die drei Stunden an diesem Tag zu benutzen, um mich über die verschiedensten Möglichkeiten meine Dinge loszuwerden zu informieren. Wann hat unser Altstoffsammelzentrum geöffnet? Wo kann ich was spenden oder verkaufen? Außerdem wollte ich einige Dinge sofort entsorgen oder zum Verkauf ins Internet stellen.

Des Weiteren habe ich mir vorgenommen den Dingen, die im Ausmistprozess ihre Schränke und Laden verlassen haben, zumindest ein vorübergehendes Zuhause zu verschaffen. Und die Dinge, die schon einen festen Platz habe, sollten auf jeden Fall dorthin zurück.

Fazit:

Das Büchlein ist relativ kurz und damit schnell gelesen. So wie ich das schon von Gretchen Rubin kannte, waren auch hier eine Vielzahl an Tipps und Tricks beschrieben. Es sind noch viel mehr im Buch enthalten, als ich oben angeführt habe. Die Tipps für sich genommen fand ich sehr hilfreich und interessant. Insgesamt fehlte es mir aber wieder an einer verständlichen Methode und ich war mit der Masse an Tipps ein bisschen überfordert.

In meinen drei Stunden war ich trotzdem sehr fleißig. Endlich bin ich ein paar Dinge auch tatsächlich losgeworden und habe sie im Altstoffsammelzentrum entsorgt. Und ein paar Bücher und etwas Schmuck konnte ich sogar verkaufen.

Ich muss zugeben, sowohl an Tag 1 bei „Unstuffed“, als auch an Tag 2 bei „goodbye, things“ und dann auch an Tag 3 musste ich an die Konmari Methode und das strukturierter Ausmisten nach Kategorien denken. Es macht einfach Sinn und vielleicht kann ich mich jetzt ja, ausgestattet mit vielen neuen Herangehensweisen, noch einmal daran wagen.

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Meine kleine Reihe zum Thema Ausmisten hat mir wirklich viel Spaß gemacht und war für mich ein toller Startschuss in eine neue Welle des Ausmistens in meinem Leben. Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, mal ein bisschen Ballast abzuwerfen!

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